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Mai 2017

Einhand zurück nach Europa


Einundfünfzigster Brief



Über die Gründe für meine überraschende Rückkehr nach so kurzer Zeit in der Karibik habe ich mich ja schon in meinem letzten Bericht ausgelassen. Deshalb will ich mich auf die Vorbereitungen in Martinique und die Schilderung der Reise beschränken.

Am Ankerplatz in Le Marin habe ich genügend Zeit, die Reise vorzubereiten. Zuerst muss mal ein Plan her, an was ich alles denken muss. Da ist natürlich im Wesentlichen die Proviantbeschaffung. Die ist relativ einfach, denn Martinique ist Frankreich und Frankreich ist Europa. Ich bekomme hier alles was ich brauche. Nur die aufbackbaren Baguettes vom Supermarkt Simply bereiten mir einige Kopfschmerzen. Eine Woche vor meiner geplanten Abfahrt sind sie ausverkauft. Jeden Tag fahre ich nun mit dem Dingi zu diesem Laden, der im Übrigen nicht mein Hauptlebensmittellieferant ist, und werde jeweils enttäuscht. Zum Wochenende werde ich vertröstet, dann sollen sie wahrscheinlich wieder geliefert werden. Sie werden aber nicht geliefert und so muss ich auf ein anderes Produkt ausweichen, was sich als glückliche Fügung erweisen wird. Denn die Kräcker (siehe Bild) sind schmackhaft und lassen sich belegen wie ein Butterbrot.



Nachdem ich mir die Wetterentwicklung auf dem Nordatlantik eine Weile im Internet angeschaut habe, stelle ich fest, es gibt auf dem Weg nach Portugal immer wieder wechselnde Flautengebiete (Kalmen). Die sind voraussichtlich nur mit der Maschine zu durchfahren. Obwohl ich über einen Dieselvorrat von 320 Litern verfüge, erscheint mit das Risiko doch zu groß, dass es nicht reicht. Also erstehe ich noch Dieselkanister für weitere 150 Liter. Das sollte nach meiner Einschätzung dann doch reichen, vorausgesetzt, ich durchfahre diese Gebiete mit ökonomischer Fahrweise. Das heißt, mit 1000 bis 1200 U/min müsste ich eine Fahrt von ca. 3,5 Knoten machen, wenn der Bewuchs am Unterwasserschiff nicht zusätzlich bremst.

Dann gilt es, einen Plan für die Unterbringung der eingekauften Sachen an Bord zu machen. Da ich allein reise, ist das nicht allzu schwierig.

Der Motor braucht vor der Abfahrt einen Öl- und Filterwechsel. Die Schotwinden werden zerlegt, gesäubert und neu gefettet. Eine frische Gasflasche ist anzuschließen. Und ich selbst brauche auch noch ein Backup, also Haare schneiden, alle Nägel kürzen. Dann mache ich mir einen Notfallrucksack fertig für den Fall, dass ich die Santa Maria verlassen muss. Inhalt dieses Rucksacks sind die Epirb Boje, das UKW Handfunkgerät, die Signalpistole einschließlich roter Leuchtmunition, ein scharfes Messer, um die Rettungsinsel vom Mutterschiff abzuschneiden, sowie eine Festplatte mit meinen Fotos. Außerdem enthält der Rucksack meinen Pass, meine Geldbörse (für den Fall dass ich an einer Currywurstbude vorbeikomme) und Bankunterlagen. Ein zweiter Rucksack wird mit etwas Nahrung und Getränken bestückt. Etwas, weil ich hoffe, im Ernstfall durch die Epirb Boje relativ schnell aufgefischt zu werden, weil die Boje ein automatisches Signal mit meiner GPS Position sendet.

Inhalt des ersten Notfallrucksacks



Meine theoretischen Überlegungen für die Segeltaktik sind folgende: Aus Sicherheitsgründen werde ich relativ defensiv segeln. Wenn es nicht anders geht, will ich möglichst viel Weg nach Norden gut machen, um in die Gebiete der Westwinde zu kommen. Ansonsten werde ich jede Gelegenheit nutzen, um Weg nach Osten gut zu machen. Ein Schweizer Segler, der die Tour schon einhand gesegelt ist, hat mir empfohlen, auf dem 60. Längengrad solange nach Norden zu segeln, bis man auf Westwinde trifft. In der Realität war das dann gar kein Tipp, weil es keine Alternative zu diesem Kurs gab. Erst als wir ca. 400 sm an die Bermudas herangekommen waren, konnte ich langsam auf Ostkurs (NE) gehen. Die Azoren sind nur dann ein Zwischenziel, wenn entweder der Proviant oder Diesel knapp wird, oder wenn ich mental eine Auszeit brauche. Ansonsten soll das direkte Ziel Lagos sein. Als Reisedauer hoffe ich, mit einem Monat auszukommen. Gemäß Großkreisnavigation ist die Entfernung von Martinique nach Lagos 3.088 sm. Bei einem erhofften Tageschnitt von 100 sm müsste das zu schaffen sei. Mal sehen!

Am Sonntag, dem 23 April 2017 geht es los. Der Anker wird um 06.00 Uhr Ortszeit eingehievt, das Großsegel noch in der geschützten Bucht gesetzt. Los geht's. Zuerst umsegle ich das südliche Ende Martiniques, um dann meinen ersten Wegpunkt östlich der Insel anzusteuern. Der Wegpunkt ist nur 14,5 sm von meinem Ankerplatz entfernt. Von diesem Wegpunkt aus hoffe ich, erst einmal auf Nordkurs gehen zu können, weil wir hier noch im Bereich des Ostpassats sind. Der Passat pendelt hier immer zwischen Ostnordost und Ostsüdost. Vielleicht habe ich Glück und muss nicht gleich zu Anfang ganz hoch am Wind segeln. Viel Platz, nach Westen auszuweichen habe ich nicht, denn erst muss ich von Martinique freikommen, danach noch von den Inseln Dominica, Marie Gelante und Guadeloupe.

Ich bin allein an Bord, weil ich es so will. Keine Kompromisse, ich kann schlafen oder wachen wann ich will, ich kann Essen kochen oder auch nicht, mit drei Worten: "Die totale Unabhängigkeit". Nur der Atlantik, das Wetter, die Santa Maria und meine Befindlichkeiten bestimmen meinen Tagesablauf.

Aus dem Bordtagebuch:

Der erste Tag:

Wetter:

Gemäß NHC (Natinal Hurricane Center Florida) soll ein Post Tropical Cyclone ("Arlene") WSW der Azoren liegen, der sich in SWlicher Richtung bewegt und in den nächsten Tagen seine Wirksamkeit einbüßen wird. Insgesamt ist die einwöchige Vorhersage durch Windy TV so, dass ich mit einigermaßen ruhigem Wetter (Wind) rechnen kann. Was dann kommt, steht in den Sternen.

Wir haben Ostsüdostwind, was uns recht mühelos die Inseln im Westen lässt. Es ist etwas regnerisch und der Wind bläst mit um die 10 Knoten. Alles easy.

Recht früh lege ich mich schlafen. Das ist ungefählich, weil es auf diesem Kurs keine Entgegekommer gibt, es gibt auch keine Fischer oder andere Berufsfahrzeuge. Außerdem ist natürlich mein AIS eingeschaltet -was für die gesamte Reise gilt-, so dass ich gesehen werden kann.

Der dritte Tag

Begegnung mit zwei Fischern, die im Abstand von einer Seemeile vor uns durchfahren. Es handelt sich um typische amerikanische Kutter, Seitenfänger, mit den Krabbenkuttern der Nordsee vergleichbar, nur etwas größer. Sie haben beide kein AIS, kommunizieren aber untereinander ungeniert auf Kanal 16. Ungeniert deshalb, weil Kanal 16 der internationale Anruf- und Notkanal ist, und sofort wieder freigemacht werden soll.

Der siebte Tag

Fühle mich gut. Schlafe nicht mehr soviel wie in den ersten Tagen, bin aber ausgeruht.Reagiere recht schnell auf Windänderungen, vor allem auf Windstärkenänderungen. Dadurch erreiche ich, dass das Leben unter Deck recht angenehm bleibt.

1530 UTC Überschreiten gerade den 25. Breitengrad Nord. Das ist der Breitengrad, auf dem annähernd Key Largo (Florida) auf der amerikanischen Seite liegt und auf der afrikanischen Seite: 180 sm südlich von Fuerteventura.

Die ersten sieben Tage (eine Woche) sind geschafft.

Gesegelt sind wir 694,7 sm

Unserem Ziel Lagos haben wir uns um 397 sm angenähert.

Der achte Tag

Der achte Tag ist geprägt von Segel- und Motormanövern und etlichen Wenden. Der Wind kann sich nicht richtig entscheiden was er will. Aber ab Mittag wird es besser.

Beim Mitternachtsfix stelle ich fest, es war zwar das schlechteste Etmal (in 24 Stunden gesegelte Meilen), dafür sind wir aber deutlich mehr unserem Ziel näher gekommen.

Langsam können wir etwas östlichen Kurs segeln



Der elfte Tag

Kurz nach 12.00 UTC sind wir seit Martinique die erste 1.000 sm gesegelt.

Der zwölfte Tag

06.00 UTC Stehe auf und rasiere mich das erste mal seit Martinique. Sehr angenehm.

Ein bisschen verwildert sieht man schon nach ein paar Tagen aus



16.00 UTC Frachter auf Gegenkurs. "Mookda Naree". 584 Fuß lang, bestimmt für Santa Marta (wo immer das liegt). Abstand 5 sm an Bb, ich kann in auch optisch sehen, nicht nur auf dem Kartenplotter.

Zum Sonnenuntergang habe ich Gelegenheit, ein seltenes Phänomen zu sehen. Den "green flash".

Auszug aus Wikipedia

"Der Grüne Blitz, manchmal auch Grünes Leuchten oder Grüner Strahl genannt, ist ein seltenes atmosphärisch-optisches Naturphänomen, das heute auf Grund der eingeschränkten Sichtverhältnisse durch Luftverschmutzung meist nur noch auf dem offenen Meer, im Hochgebirge, in der Wüste oder an anderen Stellen mit klarer Sicht zu beobachten ist. Es entsteht beim Sonnenauf- oder -untergang und ist als "grüner Schein" am oberen Rand der Sonne zu sehen. Manchmal erscheint auch ein "grüner Blitz", nachdem die Sonne untergegangen ist.

Das weiße Licht der Sonne wird in der Erdatmosphäre wellenlängenabhängig gebrochen und so in die Spektralfarben zerlegt (Dispersion). Blaues Licht wird stärker gebrochen als grünes, und dieses wiederum stärker als gelb und rot. Da die Lichtbrechung nahe am Horizont am stärksten ist, wird hier das letzte flache Bogensegment der untergehenden Sonne in seine Spektralfarben aufgespalten. Das Sonnensegment besitzt also einen roten, grünen und blauen Sonnenrand. Die Unterschiede sind allerdings sehr gering und betragen nur etwa ein sechzigstel des sichtbaren Sonnendurchmessers vom roten zum blauen Sonnenrand[1]. Wenn der rote und gelbe innere Kreis zuerst untergeht, bleiben nur noch der grüne und blaue Rand oberhalb des Horizonts. Blaues Licht unterliegt aber in der Erdatmosphäre einer starken Streuung und ist in der Sonnenscheibe deswegen kaum mehr sichtbar. Einzig und allein die Farbe Grün (im Lichtspektrum zwischen Gelb und Blau) bleibt meistens übrig und kann für wenige Sekunden noch gesehen werden."

Der dreizehnte Tag

Die französiche Yacht "Globe Flotteur" ist an Stb achteraus. Sie läuft annähernd gleiche Geschwindigkeit, aber mehr Höhe.

Der siebzehnte Tag

14.35 UTC Die Santa Maria wird von einem Frachter auf Kanal 16 gerufen. Der Kapitän des Frachters teilt mir mit, dass er 20 sm nördlich von uns steht. Er fragt nach den Befindlichkeiten bei uns an Bord. Dann fragt er mich, ob ich die neueste Wettervorhersage kenne. Nachdem ich verneine, teilt er mir mit, dass ein Sturm mit 40 Knoten vorhergesagt wird. Auf meine Frage " what direction" antwortet er "southwest". Also die Zugrichtung entspricht annähernd unserem Kurs. Ich bedanke mich für die Information und wünsche weiterhin gute Fahrt. Sofort danach beginne ich, auch die letzten losen Dinge an Bord zu verstauen und dann abzuwarten.

Mein kardanisches Tablett - so bleiben die Getränke in den Tassen



Der zwanzigste Tag

Es ist jetzt drei Tage her, dass der Kapitän eines Frachters mich vor einem Südweststurm mit 40 Knoten gewarnt hat. Gestern und letzte Nacht hatten wir reichlich Regenböen mit max. 26 Knoten Wind aus SW. Wahrscheinlich werden wir nicht mehr in die unmittelbare Zugbahn des Sturms geraten.

20.00 UTC Da wir uns in der Nähe des 45. Längengrades befinden, habe ich die Borduhren um eine Stunde vorgestellt (Außer der UTC Uhr).

Der einundzwanzigste Tag

Das Barometer ist in der Nacht rapide gefallen. Entsprechend haben wir jetzt 34 Knoten Wind aus SW (Windstärke 8 nach Beaufort). Habe noch etwas mehr gerefft.

19.00 UTC Das Barometer steigt wieder. Das Tief scheint durch zu sein.

Der zweiundzwanzigste Tag

Grandiose Fehleinschätzung! Um 04.20 UTC haben wir die 40 Knoten Wind. Reffe weiter bis auf ca. 5 qm Segelfläche. Bin dabei schön nass geworden. Danach ab in die Kajüte, Schotten rein und Schiebeluk zu. Unter Deck ist es richtig angenehm. Die Santa Maria verhält sich phantastisch. Verspreche ihr, sie bekommt eine rote Schleife um den Bauch, wenn sie uns gut nach Lagos bringt. Die rote Schleife bedeutet, ich werde ihr einen roten Wasserpass anmalen.

Die Santa Maria macht jetzt ganz langsame Bewegungen, trotzdem laufen wir noch zwischen 5 und 6 Knoten. Während es in der Kajüte ganz gemütlich ist, zwitschert, pfeift und flötet es in den Wanten.


Im Cockpit kann es ganz schön ungemütlich sein, vor allem feucht











10.00 UTC Wind ist immer noch sehr stark, obwohl wir keinen Sturm mehr haben. Belasse es erst einmal bei der Besegelung und kann ein bisschen mein Schlafdefizit auffüllen.

Der achtundzwanzigste Tag

16.50 UTC Und wieder knacken wir eine Grenze. Jetzt sind es noch 1.000 sm bis Lagos. Das erscheint mir, angesichts der bereits gesegelten 2.640 sm eine nicht besonders große Strecke. Aber ich rechne noch mit weiteren 10 Tagen auf See.

Horta ist etwas mehr als 50 sm entfernt. Wir werden Horta kurz anlaufen, um 140 Ltr. Diesel zu bunkern, das Dingi an Deck neu zu verzurren (es ist etwas verrutscht) und von den Reffleinen einen Führungsblock zu reparieren. Der ´Bolzen des Schäkels hat sich gelöst und ist im Nirwana verschwunden.

Der neunundzwanzigste Tag

04.15 UTC Wir gehen im Hafen von Horta vor Anker, um auf die Öffnung der Fuel Station zu warten. Derweil erledige ich die erforderlichen Arbeiten und nehme noch eine kleine Mütze voll Schlaf.

10.15 UTC Wir haben 150 Ltr. Diesel getankt und ich gehe für ein ruhiges Frühstück nochmals vor Anker. Danach geht's weiter.

Am 5. Mai, dem dreizehnten Tag der Reise, hatten wir eine Begegnung mit der französichen Yacht "Globe Flotteur". Während wir jetzt den Hafen von Horta verlassen, läuft die "Globe Flotteur" ein. So langsam können wir dann doch nicht gewesen sein. Genugtuung.

Der einunddreißigste Tag

20.30 UTC Stelle einen Bruch des Genua Vorstagprofils im Bereich des Segeleinfädlers fest. Es ist das gleiche Problem wie am anderen Stag 2014 vor Lissabon. Ich hoffe, ich kann die letzten 700 sm noch damit einigermaßen segeln. Bei auffrischendem Wind muss ich allerdings auf die Kreuzfock wechseln. Die Genua scheint auf jeden Fall noch einrollbar zu sein. Ich habe vorsichthalber das Segel ein paar Törns eingedreht. Es wirkt jetzt wie eine Bandage für's Profil.

Der dreiunddreißigste Tag

Wieder ein Malheur. Es gibt in der Nacht irgendein Problem mit dem Großschotblock. Bei Tageslicht muss ich mir das genauer ansehen. Wahrscheinlich ist ein Bolzen herausgefallen. Glücklicherweise haben wir zurzeit wenig Wind. Das kann meinetwegen auch so bleiben, bis ich die Sache geklärt habe.

Tageslicht:

Der Bolzen war nicht herausgefallen, sondern ein Führungsbolzen aus seinem Gewinde ausgebrochen. Dadurch wurden die Haltebleche für die Curryklemme völlig verbogen. Habe heute morgen um 06.30 UTC die komplette Großschot gegen eine Schot von den Davits ausgetauscht. Die ist zwar etwas kleiner, aber ich denke bis Lagos (noch 550 sm) wird es gehen (hoffentlich!).

Der fünfunddreißigste Tag

Uns überfallen einige schwere Regenböen. Danach sind wieder Schäden zu verzeichnen. Der Patentschäkel am Genua Schothorn hat sich aus seinem Knoten gelöst. Wie die Schot jetzt noch gehalten wird, kann ich in der Nacht nicht erkennen. Ich drehe die Genua ganz ein. Dabei stelle ich fest das die Reffwinsch nur noch sehr wackelig auf ihrem Fundament steht. Ich hatte das Teakfundament in der Karibik notdürftig neu angeschraubt, nachdem es zerbrochen war. Damit ist die Genua aus mehreren Gründen bis Lagos nicht mehr einsetzbar. Aber ich habe ja noch mein zweites Vorsegelsystem.

Der siebenunddreißigste Tag

Wir nähern uns dem Verkehrstrennungsgebiet Cabo Sao Vicente. Auf dem Plotter kann ich die westlichsten Schiffe schon sehen (ca. 17 sm Entfernung). An Schlaf ist jetzt natürlich nicht mehr zu denken. Mal sehen, wie ich die Nacht überstehe.



Der achtunddreißigste Tag

05.25 UTC Es ist ganz schön was los im Verkehrstrennungsgebiet. Das Cabo Sao Vicente kommt im Morgengrauen in Sicht. Wir sind noch 18 sm entfernt. Die Sonne geht auch gerade auf.

Man soll ja bekanntlich die Braut nicht vor dem Frühstück loben, aber, das Ziel ist vor Augen.

Jetzt, wo das Tageslicht wieder die Oberhand gewinnt, ist die Müdigkeit wie weggeblasen. Ein bisschen Adrenalin kommt noch hinzu, das Ziel nach 38 Tagen und ca. 3.600 sm zu erreichen. Ich bereite mir mit dem letzten Tütchen einen "Morgencappuccino".

12.15 UTC wir fahren in den Hafen von Lagos ein. Die Reise ist vollbracht.

Der Törn war genau 3.653,2 sm lang. Das durchschnittliche Tagesetmal war 97,8 sm, dh, wir hatten eine Durchnittsgeschwindigkeit von 4,07 Knoten.Wir brauchten etwas mehr als fünf Wochen für die Reise. Ich bin glücklich und zufrieden, wieder in Lagos zu sein - und ein bisschen stolz.

Eine Woche später kommt die Santa Maria aus dem Wasser und ich bin sehr erstaunt, dass wir überhaupt gesegelt sind. Das Unterwasserschiff ist übersät mit fetten Muscheln und viel Grünzeug. Und das nach nur sieben Monaten im Wasser.

© Rüdiger Kreutschmann


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