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Winter 2012/2013 Portugal

Achtundzwanzigster Brief



Der Winter ist geprägt von Arbeiten an der Santa Maria. Insbesondere Schleif- und Lackierarbeiten in der Achterkajüte sind dringend erforderlich. Auch mit weiteren Verbesserungen meines Lichtmanagements unter Deck komme ich voran. Ich bin da noch nicht ganz zufrieden, das Angebot an 12 Volt Lampen ist aber auch nicht gerade überwältigend.

Im Januar besucht mich, wie vor zwei Jahren, Klaus. Auch diesmal ist er voller Arbeitselan. Wir installieren ein neues Solarpanel, bauen ein neues Fenster im WC-Raum ein, kümmern uns um einen undichten Beschlag auf dem Vorschiff, bringen neue Markierungen an der Ankerkette an und sorgen für drei neue 220 Volt Steckdosen unter Deck. Alles in Allem, sehr zufriedenstellend. Danke Klaus!


fenstereinbau

Fenstereinbau


Unsere Ausflugsaktivitäten sind diesmal nicht üppig. Aber, das Barometer fällt in kurzer Zeit dramatisch und die Wetterberichte sagen 8 bis 10 Beaufort Wind voraus.


barograph


Da erinnere ich mich doch sofort an einen Wunsch, der schon lange in mir besteht. Die Windrichtung ist West/Nordwest und damit ideal für ein Fotoshooting am Cabo de São Vicente. Ich bereite alles vor und habe die Vorstellung, mein Stativ aufzubauen, um gute bis sehr gute Fotos zu schießen. Auf dem Weg zum Cabo fahren wir an durcheinander gewirbelten Baustellenmarkierungen vorbei, die Straßen sind voller abgebrochener Äste und auch so manchen Baum hat's am Straßenrand erwischt.

Als wir am Ziel aus dem Auto steigen werden wir fast umgeblasen. Das Plateau liegt annähernd 70 Meter über dem Meeresspiegel, und die Wellen, die unten gegen die Felsen donnern, hüllen das ganze Plateau in einen feinen Salzwassernebel. Im Nu ist meine Brille zu und ich habe etwas Schiss um meine Kamera. Wir gehen erst einmal einen scheußlichen Automatenkaffee trinken.

Aber zum Kaffeetrinken sind wir ja nicht hergekommen. Es ist schon grandios, die entfesselte Natur zu erleben. Mit der Santa Maria möchten wir jetzt nicht da unten kämpfen. Ich möchte auf jeden Fall eine Ahnung von den Verhältnissen hier mit nach Hause nehmen. Also traue ich mich wieder hinaus. Zwischen Leuchtturm, Nebengebäuden und Steilküste befindet sich eine Mauer, in deren Schutz ich mich begebe. An den Aufbau des Stativs ist überhaupt nicht zu denken. Der Sturm würde meinen Aufbau sofort wegblasen. Also bleiben nur Fotos aus der Hand. Auch das ist kaum möglich, so sehr zerrt der Sturm an mir und meinem Spielzeug. Die Mauer muss als Stativersatz herhalten. Fest presse ich meine Kamera auf die Mauerkrone und halte im Dauerfeuermodus drauf. Ob das was wird? Meine Leser mögen selbst entscheiden.


Cabo de São Vicente



Cabo de São Vicente


Neben dem Handwerklichen kommt auch die Planung für die Saison 2013 nicht zu kurz. Wie seit Jahren, endet die Winterliegezeit für mich am 31. März. Üblicherweise folgt dann ein kurzer Landaufenthalt, um die Lady wieder hübsch zu machen. Den restlichen April sowie im Mai will ich einen Trip nach Gibraltar/Fuengirola machen. Einen Mitsegler habe ich über das Portal "hand gegen koje.com" gefunden.

Am 29. Mai bin ich zurück in Lagos und dann beginnt der diesjährige Sommertörn. Zuerst soll es von Lagos aus nach Madeira gehen. Auf dem Weg dorthin (ca. 475 sm), kurz vor Madeira, liegt die kleine Insel Porto Santo, der wir wahrscheinlich auch einen Besuch abstatten werden. Für Madeira einschließlich Porto Santo haben wir zwei Wochen Zeit, um die Inseln zu erkunden.

Von Madeira aus soll es zu der Azoreninsel Santa Maria (nomen est omen) gehen. Auch hier ist wieder reichlich Zeit für Inselerkundung eingeplant. Wenn man die Azoren bereisen will, ist die Insel Feial mit ihrem Hafen Horta ein unbedingtes Muss. Mal sehen, ob von unserer Hafenmauermalerei von 2009 noch etwas zu sehen ist. Über die Insel São Miguel geht's weiter nach Lissabon. Für meinen diesjährigen Besuch der portugiesischen Hauptstadt habe ich auch etwas mehr Zeit eingeplant und hoffe, die Stadt diesmal intensiver erleben zu können. Ende August will ich wieder zurück an die Algarve. Mögen die Götter dem Plan wohlgesonnen sein, und mögen meine Schutzengel ständig auf stand by sein.

Wer sich die Karte des geplanten Törns ansehen möchte, der folge dem Link 30. Karte



© Rüdiger Kreutschmann


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