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Mai/Juni 2009 - Portsmouth bis Stonington (Main)

Sechzehnter Brief


Die Wetterprognose für das bevorstehende Wochenende ist für mich günstig. Leichte bis mittlere Winde aus Süd. Ich bereite alles für eine Abreise vor. Kaufe im Marinashop noch einen Waterway Guide für den Norden und hoffe, damit gut gerüstet zu sein. Ein bisschen Bammel vor der Größe New Yorks kann ich nicht verhehlen. Zurzeit habe ich noch keine Vorstellung, wo ich denn in der Metropole liegen will und kann.

Habe mich letztlich für die outside Route auf dem Atlantik entschieden. Endlich wieder freies Segeln. Kein enges Fahrwasser mehr wie im ICW. Ich muss nicht mehr pausenlos höllisch aufpassen auf andere Fahrzeuge, auf flache Stellen, auf eine enge Betonnung, auf verzweigte Routenführung. Ich werde nicht mehr regelmäßig von Motoryachten über Radiotelefon angequatscht, dass sie mich überholen wollen. Überhaupt, wie ich es schon aus Deutschland kannte, des Motoryachtfahrers liebstes Spielzeug ist auch hier sein Radiotelefon. Er ist begeistert, wenn er sein Manöver mit einem anderen Kapitän absprechen kann. Der Umgangston dabei ist ausgesprochen freundlich und höflich. Unter Deck in Ruhe etwas kochen oder sonstige Dinge tun, ist jetzt kein Problem mehr. Santa Maria fährt unter Autopilot unbeirrt ihren Kurs.



wolken



In der Realität entspricht das Wetter nicht der Prognose. Es ist Totenflaute angesagt und ich muss die ersten knapp 30 sm motoren. Wie auf Bestellung, an meinem ersten Wegpunkt, kommt der versprochene Wind. Nicht ganz aus Süd, sondern Südost, was für mich noch besser ist. Am frühen Abend bläst er dann doch aus Süd und ich kann das Vorsegel ausbaumen. Die erste Nacht bricht herein. Die Verhältnisse sind moderat, aber es wird kalt. Um 22.00 Uhr habe ich die lange Funktionsunterwäsche von Musto an, darüber noch ein T-Shirt, lange Jeans. Dann folgt ein dicker Pullover, eine Ölzeughose wegen der Feuchtigkeit und letztlich meine dicke Goretexjacke, die dazu noch mit einer 3M Wärmeschutzfolie ausgestattet ist. Zu allem Überfluss ziehe ich auch wieder Socken an! Die meisten Dinge, die ich hier aufzähle, glaubte ich auf dieser Reise nicht zu brauchen. Wie soll das erst in Nova Scotia werden? Nach dem Prinzip der Zwiebel kann ich natürlich noch ein paar Lagen aufbauen. Wahrscheinlich muss ich sogar noch meine gut im Vorschiff verstaute Polarhose ausbuddeln. Die "Kälte" wird von mir aus zwei Gründen als besonders schlimm empfunden. Erstens komme ich aus warmen Gewässern, und zweitens bin ich natürlich im Laufe der Nacht übermüdet und friere deshalb besonders. Als der Tag heranbricht, schäle ich mich im Minutentakt wieder aus. Das Tageslicht und die Sonne vertreiben auch die Müdigkeit. Ich messe mal die Wassertemperatur des Atlantiks und bin über die 16° C erstaunt. Das sind ja nordeuropäische Verhältnisse, mit denen ich hier um diese Jahreszeit nicht gerechnet habe.



sonnenuntergang



Wir kommen gut voran. Die zweite Nacht bricht an. Es gibt um mich herum so gut wie keinen sichtbaren Schiffsverkehr. Ich traue mich, für eine halbe, eine dreiviertel Stunde unter Deck und lege mich auf die Bank. Tatsächlich schlafe ich kurzzeitig ein, werde aber bei der geringsten Unregelmäßigkeit, sei es ein Geräusch oder eine Schiffsbewegung, wieder wach. Trotzdem, nachdem ich dies so fünf- bis sechsmal gemacht habe, ist das Gefühl, Schlaf gehabt zu haben, durchaus spürbar. Das Tageslicht ist hier auch wieder deutlich länger vorhanden als in der Karibik. Ungefähr 15 Stunden des Tages ist es hell. Das war während des bisherigen Verlaufs der Reise ein Verlustgefühl, welches ich des Öfteren gespürt habe. Die langen Sommertage des hohen Nordens. Kaum wird es dämmrig, steigt auch schon die Sonne wieder empor.

Nach der zweiten Nacht auf See bin ich nur noch 70 sm von New York entfernt. Am Morgen begleiten mich eine Weile lang wieder einmal Delphine. Mittlerweile habe ich mir einen Ankerplatz hinter dem Rockaway Point, östlich von Coney Island ausgesucht, um von dort aus weitere Pläne zu machen. Bei der Ansteuerung bin ich etwas erstaunt darüber, recht wenig Schiffsverkehr um mich herum zu erleben. 10 bis 15 sm vor der Einsteuerung tobte der Bär. Es ist schließlich Sonntag und die großen und kleinen Motoryachten sind zum Fischfang unterwegs. Mein erster Eindruck von New York dagegen ist Stille. Ein Segler steuert hinter mir den Sandy Hook Channel an, ein Frachter kommt aus dem Ambrose Channel heraus. Das war's. Die Sicht ist schlecht und so kann ich die erste Brücke, die Verrazano Narrows Bridge, nur schemenhaft erkennen. Wir haben auflaufendes Wasser. Ich will eine Fahrwassertonne ansteuern und erkenne recht schnell, dass ich hier sehr auf die Strömungsverhältnisse achten muss. 70° muss ich letztlich vorhalten, um nicht auf das Flach hinter der Tonne versetzt zu werden. Von einem Bagger aus, der auf dem Flach arbeitet, werde ich freundlich gegrüßt. Zwei Meilen weiter spricht mich ein Segler auf Kanal 16 in Deutsch an. Er gibt mir ein paar wichtige Tipps für die Ansteuerung der Gateway Marina, hinter der ich ankern will. Letztlich folge ich ihm erst einmal und lande in der Marina.




Radar

Radarbild der Einfahrt nach New York



Nach dem Festmachen gehe ich zu seinem Liegeplatz um mich zu bedanken. Bartek ist Pole und Mitglied des hier ansässigen polnischen Yachtclubs von New York. Er erzählt mir, dass ich 7,50 $ pro Fuß Schiffslänge und Tag zu bezahlen hätte. Das sind 270 $ pro Tag. Hier wird Segeln wieder zum Reichensport. Nachdem wir ein polnisches Bier zusammen getrunken haben entschließe ich mich, doch noch vor Anker zu gehen. Bartek bietet mir an, mit dem Dingi könne ich dann an der ausgebauten Schute des Yachtklubs festmachen, um New York zu erkunden.

Kaum vor Anker, mache ich noch das Dingi für den nächsten Tag klar und dann ruft auch schon meine Koje. Innerhalb von Sekunden bin ich eingeschlafen. Am nächsten Morgen ist schon eine kleine polnische Gesellschaft im Yachtclub zum Bier versammelt. Ich setze mich ein Weilchen dazu, ohne Bier, um ein paar Tipps für die Fahrt nach Manhattan zu erhalten. Es ist recht simpel. Oben an der Straße fährt ein Bus bis zur nächsten Subway Station an der Flatbush Avenue. Damit komme ich dann, ohne umsteigen zu müssen, ins Herz des Big Apple. Gesagt, getan. Das System des Zahlens verstehe ich nicht auf Anhieb, komme aber erst einmal zum Broadway. Der folgende Erkundungsgang führt mich dann vom Woolworth Building über die Baustelle 9/11 den Hudson nach Süden hinunter. An den alten Piers entlang laufe ich auf der anderen Seite bis zur Brooklyn Bridge. Kurz vor der Brücke liegt unter anderem die "Peking" vor ihrem endgültigen Anker, ein P-Liner der Hamburger Reederei Leisz. Alle P-Liner der Rederei fingen mit dem Anfangsbuchstaben "P" an. Einige sind heute noch als Museumsschiffe vorhanden. So die "Pommern" in Mariehamn (Aalandinseln), oder die "Passat" in Travemünde.



flatbush

"Meine" Subway Station in Brooklyn



subway

New York Subway



Pier 17



Der ehemalige Laisz Segler an Pier 17



Ehemaliges Ambrose Feuerschiff mit charakteristischen Pilzankern (an Pier 17)



Heute ist "Memorial Day", und so sind die meisten Geschäfte geschlossen, die New Yorker nicht in ihrer City. Stattdessen eine Menge Touristen aus aller Welt. Auch die Wall Street mit ihrer New York Stock Exchange liegt wie ausgestorben da. Als Kunde der Deutschen Bank weiß ich jetzt auf alle Fälle, warum sie mir nur so wenige Guthabenzinsen zahlen. Nicht etwa weil kaum Guthaben vorhanden wäre, sondern weil sie viel Geld für einen Prachtbau nahe der Börse ausgeben müssen. Nach einigen Stunden der Lauferei habe ich einen ersten Eindruck und weiß für die nächsten Tage, was ich und wie ich es unternehmen will.



wall street



nyse



Zurück an Bord mache ich mich daran, meine Eindrücke der letzten Tage niederzuschreiben. Während ich diese Zeilen schreibe, höre ich auf einmal den Ruf "hello Santa Maria". Draußen schwimmt ein Boot mit einem Paar, Juliana und Wassili, die mich zu sich auf ihren Herreshof Dreimastschoner einladen. Es handelt sich um ein russisches Ehepaar. Bei ihnen an Bord lerne ich noch David kennen, ihren 11jährigen Sohn. Sie sind sehr gastfreundlich. Es gibt etwas zu Essen und dazu kalifornischen Rotwein. Obwohl sie schon seit 10 Jahren in den USA leben, spricht Wassili nicht besonders gut Englisch. Juliana oder David übersetzen pausenlos. Begeistert zeigen sie mir, dass sie per Internet den European Song Contest sehen können. Ich muss höfliches Interesse zeigen. Quetsche sie natürlich nach einigen Adressen hier aus, so zum Beispiel nach einem Store für Seekarten und nach einer Möglichkeit neue Bettbezüge zu erwerben. Nach zweieinhalb Stunden der Gastfreundschaft lasse ich mich von Wassili mit seinem Dingi zurück zur Santa Maria fahren, obwohl Juliana mir noch gern im Internet irgendeine Kampfsportart zeigen möchte, bei der wohl alle Techniken erlaubt sind. Very strong.

So ist das hier manchmal. Der Plan, wie der Abend gestaltet werden soll, wird jäh unterbrochen durch eine Einladung von fremden Menschen.



Times Square

times square1



times square2



Am nächsten Tag klappere ich die Adressen ab. Die Geschichte mit den Bettbezügen kann ich erst einmal vergessen. Die Amerikaner schlafen in völlig anderen Größen als wir in Deutschland, so dass ich weder zu neuen "pillow cases" (Kopfkissenbezügen) noch zu "duvet covers" (Bettbezügen) komme. Auch der Versuch, die Firma West Marine in der W 37th Straße zu finden, war erst einmal ein Schuss in den Ofen. Will morgen einen neuen Anlauf wagen. Dafür erlaufe ich mir einen Teil der 7th Avenue, auch Fashion Avenue genannt, Teile der 5th Ave, wo sich der Eingang zum Empire State Building befindet und einen Teil der 6th Ave. Es geht immer ein bisschen kreuz und quer. Am längsten schnuppere ich allerdings auf dem Broadway herum. Der Broadway durchzieht Manhattan diagonal in Nord- Südrichtung. Damit ist er die einzige Straße, die sich nicht dem brutalen Plan der Neuordnung der Stadt von 1811 unterordnete. Der Versuch war allerdings vorhanden, die Planer konnten sich aber gegen die Bevölkerung nicht durchsetzen. Der Plan sah vor, ein Gitternetz ("The grid") von zwölf Längs- und 155 Querstraßen zu schaffen, was letztlich auch erfolgreich verwirklicht wurde. Es entstanden völlig rechteckige Grundstücksgrößen von 240-mal 60 Metern, die den überwiegenden Teil Manhattans ausmachen. Nur im Süden, in dem sich auch der Finanzdistrikt befindet, verlaufen viele Straßen nicht nach diesem Muster.

Am heutigen Werktag ist hier richtig was los. Die New Yorker sind zum Einkauf unterwegs und ich beobachte im Wesentlichen zweierlei: entweder sie telefonieren oder sie essen auf der Straße. Die unzähligen fast food Läden werden stark frequentiert. Auch ich reihe mich ein. Hoffentlich hat das gewichtsmäßig bei mir nicht solche Auswirkungen wie ich sie bei vielen New Yorkern hier beobachten kann. Das einzige, was bei mir im Moment dick wird, sind meine Blasen an den Füßen. Dann ist noch bemerkenswert, mit welchen Jobs eine Menge New Yorker ihr Geld verdienen. Menschen, die vor irgendwelchen Läden stehen und lautstark, je nach Temperament auch komödiantisch, irgendwelche Produkte anbieten.



brooklyn bridge

Brooklyn Bridge



Kaum wieder zurück an Bord, beginnt es zu regnen. Es regnet die ganze Nacht, es regnet auch am nächsten Tag. Das ist kein Tag für Sightseeing. Ich vertreibe mir die Zeit mit Wäsche waschen, lesen, etwas aufräumen. In der Kajüte sind morgens elende 14° C. Hätte ich nur eine neue Dieselpumpe für meine Heizung gekauft, als ich im letzten Jahr in Deutschland war. Ich war aber fest davon überzeugt, die Heizung auf dieser Reise nicht zu brauchen. Am nächsten Tag das gleiche Bild. Trotzdem fahre ich nach Manhattan. Jetzt bedauere ich es schon etwas, nicht am ersten Tag gleich Fotos gemacht zu haben. Da ich aber im Moment nicht in Eile bin, hoffe ich auf die nächsten Tage. Das Wetter ist natürlich genau das Richtige für einen Museumsbesuch. New York hat sehr viele interessante Museen, so dass ich mich auf einen spektakulären Besuch beschränken will. Was liegt da näher als das Metropolitan Museum of Art. An der 5th Ave gelegen, direkt am Central Park, ist es schon von seinen Abmessungen her gigantisch. Drinnen eine unübersehbare Menge an Kunst, Ausgrabungen etc. Die Präsentation ist einerseits sehr schön, andererseits bin ich pausenlos auf der Suche. Ich habe zwar einen Plan des Museums, der ist aber nicht viel wert. Die Räume gehen alle ineinander über, es geht immer wieder um irgendwelche Ecken, so dass ich im Nu die Orientierung verliere. Dauernd muss ich irgendwelche Museumswächter nach Dingen fragen, die ich sehen will. Was hier fehlt ist ein einfaches Leitsystem, damit auch der Kurzzeitbesucher zurechtkommt.

Fürs Wochenende ist besseres Wetter angesagt. Ich bin auf dem Sprung, um meine Eindrücke von New York auch fotografisch festzuhalten. Am Samstag ist es tatsächlich so weit.

Bei so einem riesigen Motivangebot fragt man sich ja immer, was soll man fotografieren? Die meisten Stadtlandschaften sind in hervorragenden Bildbänden besser festgehalten, als man es in kurzer Zeit selber gestalten könnte. Ich habe mich dafür entschieden, das möglichst auszudrücken, wie New York, und hier speziell Manhattan, auf mich gewirkt hat. Ich bin viele Stunden in den Straßenschluchten des Financial Districts herumgelaufen, bin den Broadway sowie die 5th, 6th, 7th Ave entlang geschlendert, habe mich am Time Square herumgetrieben, habe die Darsteller bei ihrer street performance im Battery Park oder am Pier 17 genossen. Es ist zwar nur ein winziger Teil dessen was Manhattan ausmacht, aber die massenhaften Wolkenkratzer und die engen Straßenschluchten haben auf mich am meisten und zwar bedrückend gewirkt. Wenn ich nach oben schaute, hatte ich ein beklemmendes Gefühl. Genau dieses Gefühl versuche ich in meinen Bildern einzufangen. Dabei ist mir schnell klar, dass die Bilder später nur in schwarz-weiß richtig wirken. Beim Fotografieren merke ich, wie ich allmählich genug von Metropolis habe. Werde alles in den nächsten zwei bis drei Tagen für einen Aufbruch vorbereiten.



Mein New York


NY 1



NY 2



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NY 4



NY 5



NY 6



Nach einem Barbecue bei Juliana und Wassili ist es soweit. Ich bin endlich reif fürs weiterfahren. Wassili quatscht mich den ganzen Abend voll mit seinen religiösen Vorstellungen. Wenn ich widerspreche, ignoriert er es, oder er meint ich sei "stupid". Nachdem er Hitler und Stalin für Werkzeuge Gottes erklärt und noch einiges antisemitisches Zeug von sich gibt, reicht es mir. Ich bin mit dem eigenen Dingi da und kann mich schnell verabschieden.



trump tower

Trump Tower



Am nächsten Morgen gehe ich Anker auf. Ich will natürlich nicht einfach nur so von New York weg. Es soll noch einmal an der Südspitze Manhattans entlang gehen. Zuerst wird Coney Island gerundet. Coney Island ist seit der Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert für die New Yorker das Amüsierviertel schlechthin. Hier sind Hotels, Restaurants, Tanzsäle und Freizeitparks entstanden. Die erste Achterbahn der Welt wurde hier betrieben. Auch heute noch sind von weitem bereits die Freizeitanlagen zu erkennen.

Meine erste Brücke unter der ich hindurchfahre ist die Verrazano Narrows Bridge. Verrazano war ein großer Seefahrer und Entdecker, der im 16. Jahrhundert im Dienste Frankreichs die amerikanische Küste entlang segelte, um eine Passage zum Stillen Ozean zu finden. Dabei entdeckte er das Mündungsgebiet des Hudson Rivers und landete in Manhattan. Die Stadt New York hat die weltweit längste Hängebrücke, die 1964 eröffnet wurde, nach ihm benannt.



liberty



staten island



Danach liegt alles Bekannte vor mir. Links "Miss Liberty", die Freiheitsstatue, dann Ellis Island, der Ankunftsort unzähliger Einwanderer aus allen Ländern, insbesondere Europas. Der Blick geht weiter nach rechts, den Hudson hinauf. Am Morgen ist hier eine Menge Verkehr. Zahlreiche Schubschiffe sind unterwegs, dazwischen die Staaten Island Fähren, einige andere Fähren, Ausflugsdampfer mit Ziel Freiheitsstatue, sowie einige Sportboote. An eine geruhsame Fotosession ist hier nicht zu denken. Trotzdem begebe ich mich in das Getümmel. Im Anschluss an die Fotos quere ich den Hudson, um nunmehr an der Südspitze Manhattans vorbeizusegeln. Die geschäftige Metropole wirkt aus dieser Perspektive besonders stark. Die Skyline wird von diesem Standort aus erweitert durch den Blick den Hudson hinauf, und auf der anderen Seite durch Brooklyn. Überall streben die Häuser gen Himmel.



manhattan



Ich biege in den East River ab. Im nu ist die Brooklyn Bridge erreicht. Die Brücke, für deren Bau man 14 Jahre benötigte und die 1883 eröffnet wurde, war seinerzeit eine unerhörte technische Herausforderung. Um die Fundamente für die beiden Steintürme zu errichten wurden Senkkästen in das Flussbett des East River niedergebracht. Die Arbeiter in diesen Senkkästen konnten zeitweise nur kurze Zeit in den Kästen arbeiten, weil sie von der Tiefenkrankheit befallen wurden. Von den insgesamt zwanzig Todesopfern, die der Bau forderte, gingen die meisten auf das Konto der Senkkästen. Auch Washington Roebling, der das Projekt leitete, wurde von dieser Krankheit befallen. Er konnte das Projekt nur noch mit Hilfe seiner Frau Emily vom Krankenbett aus leiten. Vorher war bereits sein Vater John, ein preußischer Einwanderer, Opfer der Brücke geworden. Als er Arbeiten an der Brücke beaufsichtigen wollte, wurde ein Fuß von einer Fähre zerquetscht. Anschließende Komplikationen verursachten seinen Tod. John war derjenige, der eigentlich die Brücke 1869 entworfen hatte.

Es folgen eine Menge weiterer Brücken. Bartek hatte mich bereits gewarnt, die Strömungen seien im East River einerseits unberechenbar in ihrer Richtung, würden dazu im schlimmsten Fall bis zu 9 Knoten betragen. Ganz so schlimm wird's dann nicht. Ich messe zwar bis zu 4 Knoten Strom, der aber glücklicherweise mitlaufend ist. Wenn er von vorne kommt, hilft wahrscheinlich nur noch ankern. Ich komme an Gegenden vorbei, die, nach der glanzvollen Seite New Yorks, jetzt ein bisschen wie Hinterhof erscheinen. Industriegebiete, Wohnblocks von schlichter Hässlichkeit, hier möchte ich "nicht mal tot überm Zaun hängen".

eisenbrücke



chrysler



empire



Ein paar Stunden später öffnet sich die Landschaft wieder. Ich komme an einem der drei New Yorker Flughäfen vorbei, dann ist der East River zu Ende. Der East River wird als der einzige Fluss bezeichnet, der keine Quelle und zwei Mündungen hat. Ich segle in den Long Island Sound und es wird langsam Zeit, einen Ankerplatz für die Nacht zu suchen. Als ich in die Bucht, die ich mir ausgesucht habe, hineinfahre, ist die Überraschung groß. Die erste deutsche Yacht, die ich hier an der Ostküste der USA treffe, liegt bereits vor Anker. Auf dem Boot ein Münchener Paar, das ebenfalls von der Karibik aus in den Norden gestartet ist. Allerdings haben sie wegen der Größe ihres Bootes, Tiefgang und Masthöhe, nicht den Intercostal Waterway befahren können. Zu einem weiteren Kontakt kommt es dann nicht, da wir beide unsere Dingis bereits verstaut haben. Ich gebe zu, dass ich für diese Gelegenheit zu faul zum Dingiwassern bin.

Am nächsten Tag ganz, ganz schwacher Wind. Ich segle fast den ganzen Tag und schaffe gerade mal 18 sm. Das ist deprimierend. Einen Tag später kommt's noch schlimmer, Totenflaute. Der Sound spiegelglatt. Der Barograph verharrt in seiner Höhe. Abends ankere ich in einer sehr geschützten, fast geschlossenen Bucht und will dort den fälligen Ölwechsel an der Maschine durchführen. Ich stelle fest, dass es sich bei dem vermeintlich an Bord befindlichen Ölfilter um einen Dieselfilter handelt. Nunmehr ist mein in Portsmouth erstandener Waterway Guide sehr hilfreich. Ganz in der Nähe, ungefähr 14 sm entfernt, gibt es in Fairhaven eine Marina, die Ersatzteile für Yanmar Motore hat. Als ich dort bin stellt sich heraus, dass sie nur auf große Maschinen in Fischereifahrzeugen spezialisiert sind. Jetzt komme ich wieder einmal in den Genuss von amerikanischer unkomplizierter Gastfreundschaft. Ein Marinabediensteter schnappt sich die Schlüssel zu einem Auto und fährt mich zu einer Firma, wo ich für weniger als die Hälfte des Preises, den ich in Europa bezahlen müsste, zwei Filter erstehe.



long island

Im Long Island Sound



Ein weiteres Beispiel von Unkompliziertheit erlebe ich noch mit meinem Großsegel. Als ich es zusammenpackte bekam es im Achterliek einen Riss von ca. einem halben Meter. So etwas bei einem gerade mal zwei Jahre alten Segel erschüttert mich schon mächtig. Als ich den Dockmaster nach einem Segelmacher frage hängt dieser sich ans Telefon, schaut im Internet nach und hat in kurzer Zeit Rick von Harding Sails in New Bedford an der Strippe. Ich schildere Rick kurz mein Problem und er meint, in zwanzig Minuten sei er da. Er ist in zwanzig Minuten da. Es ist bereits 13.00 Uhr. Zu meiner Verblüffung kündigt Rick an, um 16.00 Uhr (heute!) sei er mit dem reparierten Segel wieder zurück. Pünktlich um 16.00 Uhr steht er vor der Santa Maria mit dem Segelsack. Gemeinsam schlagen wir das Segel an. Derweil hat der Regen, der schon den ganzen Tag so vor sich hintröpfelte, an Intensität zugenommen. Nachdem Rick weg ist, verziehe ich mich erst einmal unter Deck und hänge meine nassen Sachen in der Kajüte auf. In Ermangelung einer Heizung versuche ich mit meinem 220 Volt Heizlüfter etwas Wärme unter Deck zu schaffen. Bei dem amerikanischen 110 Volt Netz ist das ein fast sinnloses Unterfangen. Mit viel Optimismus kann man das, was aus dem Heizlüfter herauskommt, als Wärme bezeichnen.

Im Büro des Dockmasters lese ich einen Aushang, nach dem ich pro Nacht hier ein hübsches Sümmchen zu berappen habe. Deshalb soll es am nächsten Tag gleich weiter gehen. Als ich die Rechnung von 127 US $ für die eine Nacht erhalte, ist mein Entschluss bestärkt, obwohl ein paar nette Amerikaner der Meinung sind, ich solle doch noch ein bisschen bleiben. Ich will aber die nächste Nacht in der Nähe des Cape Cod Canal vor Anker verbringen.



cape cod

Einfahrt in den Cape Cod Canal



Am Ankerplatz dann morgens erstmal Nebel. Hier gibt es wettertechnisch wirklich "von allem". Ich hatte schon vergessen, dass es dieses Wetterphänomen gibt. Nach drei Stunden löst er sich etwas auf und ich fahre mit Hilfe des Radars los. Im Laufe einer weiteren Stunde löst sich der Nebel ganz auf und ich kann durch ein Gewusel von Angelkähnen, -booten und -yachten den Kanal ansteuern. Wieder einmal habe ich mich mit der Tide total verrechnet. Wir haben ablaufendes Wasser und mein Kalkül war, dass das Wasser aus dem Kanal in den Atlantik ablaufen würde. Das bedeutete für mich mitlaufenden Strom. Das Gegenteil ist der Fall. Das Wasser läuft in die Buzzards Bay ab und Santa Maria kämpft gegen bis zu vier Knoten Gegenstrom. Glücklicherweise ist der Kanal nur 9 ½ sm lang, so dass das Elend überschaubar ist.

Dann hat uns der Atlantik wieder, und wir kommen bei schwachem Wind immerhin mit 3 ½ bis 4 Knoten Geschwindigkeit voran. Am Abend gehen wir hinter einer Sanddüne, vor dem Ort Plymouth vor Anker. Wir sind hier in den Neu England Staaten und ich habe den Eindruck, alle Ortsnamen sind aus England mit herübergenommen. So auch unser nächster Hafen, Gloucester. Es ist ein sehr idyllischer Naturhafen, verweilen will ich aber hier nicht.



Gloucester (Neu England)

gloucester 1



gloucester 2



Es treibt mich jetzt nach Norden. Nach Möglichkeit will ich die Santa Maria in Stonington (Main) aus dem Wasser nehmen lassen. Stonington liegt etwas südöstlich von Bangor. Bangor ist manchem bekannt durch Transatlantikflüge, die manchmal hier ihren ersten Zwischenstopp in den USA haben. In der Wasserlinie hat das Boot lange Bärte von Bewuchs. Obwohl in den Bahamas Eddi, Bernd und Tilmann sich beim Tauchen ums Unterwasserschiff und die Schraube verdient gemacht haben, bin ich sehr gespannt, wie es jetzt aussieht. Immerhin war der ICW ein ziemlich öliges und schmutziges Gewässer. Im Bugbereich hat die Santa Maria erstmalig seit ich sie habe Gilb. Ob die Santa Maria wirklich gekrant wird, hängt letztlich auch vom Preis ab. Die Bootsliegepreise hier im Norden der USA sind für europäische Verhältnisse schon exorbitant. Ein weiterer Grund, warum ich jetzt ungeduldig nach Kanada strebe, ist das Wetter. Es ist mit einem Wort nur schrecklich. Regen, kein Wind und dazu Kälte. Der Rekord liegt im Moment bei 12° C morgens in der Kajüte. Manchmal ist es nur noch in der Koje auszuhalten.

Für die Planungssicherheit meines Schweizer Mitseglers Johannes ist es auch wichtig, dass er frühzeitig unseren Treffpunkt erfährt. Ich will rechtzeitig vor Ort sein, damit ich Einkaufsmöglichkeiten, Anreise vom Flughafen Halifax usw. erkunden kann. Dann treibt es mich letztlich wieder an die warme Algarve. Die Sehnsucht nach Europa wächst.



lobster

Unzähligen Lobsterkörben - wie hier gekennzeichnet - muss ich ausweichen



Bevor ich nach Stonington komme, hält mich das Wetter erst einmal für Tage im Boothbay Harbor fest. Es regnet tagelang Strippen vom Himmel. Dazu kein Wind, stattdessen Kälte. Der einzige Lichtblick ist, an der Muringboje, die ich für 30 $ die Nacht miete, habe ich von der dazugehörigen Marina Wireless. So kann ich wenigstens die Zeit im Internet verbringen. Dort hat sich erneut per E-Mail ein Interessent aus der Schweiz gemeldet, der an der Rückreise von Halifax aus interessiert ist. Bin gespannt, ob das was wird; ein dritter Mann würde die Rückreise natürlich um einiges entspannender machen.

Einen Tag mit Sonne und leichtem Wind nutze ich, um in die Nähe von Stonington zu kommen. Dann gibt es wieder Dauerregen. Bereits in der Nacht beginnt es, und es regnet den ganzen nächsten Tag über. Derweil steigt der Luftdruck kontinuierlich an. Aber kein Zeichen von Aufklaren oder zunehmendem Wind. Ich verweile an meinem Ankerplatz, weil es bei dem Wetter keinen Sinn macht, die Santa Maria aus dem Wasser zu nehmen. Noch bin ich nicht in Zeitnot.

Letztlich bekomme ich doch meine Chance. Ich fahre die knapp 5 sm zu Billings Diesel und Marine Service. Die Adresse hatte ich aus meinem Waterway Guide. Wenn ich unterwegs Segler danach befragte, betonten sie immer, es sei eine sehr gute und professionell geführte shipyard. Und ich bin vom ersten Augenblick angetan von den Menschen dort. Alle sind freundlich und bemüht, dass es mir gut geht. Liegeplatz, Strom usw. Alle meine Fragen werden ausführlich beantwortet. Der Krantermin ist hier von der Tide abhängig, so dass die Santa Maria erst mit dem Morgenhochwasser (07.00 Uhr) am nächsten Tag gekrant werden kann. Obwohl sie eigentlich kein courtesy car haben, stellen sie mir großzügig einen gewaltigen (8 Zylinder?) Chevrolet zur Verfügung. Kein Mensch fragt mich, ob ich auch einen Führerschein habe. Mein letzter Großeinkauf war in Portsmouth (Virginia). Entsprechend leer sind mittlerweile die Bunkerkisten.



courtesy car

Courtesy car von Billings Diesel



Auf der ganzen Reise schleppe ich nunmehr schon meine Arbeitsleiter auf dem Achterdeck mit. Nun soll sie wieder zum Einsatz kommen. Am Abend überprüfe ich das gute Stück auf seine Funktionstüchtigkeit und siehe da, alle Scharniere sind nach dem einsprühen mit etwas Kriechöl wieder gangbar. Ich hatte, nach dem hohen Salzgehalt der Luft und den diversen Seewasserduschen, welche die Leiter über Monate aushalten musste, mit mehr Schwierigkeiten gerechnet.

Es wird dann doch 09.00 Uhr bevor ich drankomme. Die Fischer haben absoluten Vorrang. Apropos Fischer, hier wird im großen Stil Lobster (Hummer) gefangen. Die ganze Küste entlang sind die Lobsterkisten ausgelegt. Wenn ich unter Maschine fahre, bin ich immer in großer Sorge, ob ich mir eine Sorgleine von den Lobsterkisten in die Schraube fange. Drei- bis viermal erwische ich auch so ein Ding. Es poltert immer mächtig, aber nichts Schlimmes passiert. Ein deutscher Auswanderer, den ich hier kennen lerne, erzählt mir, dass sein Enkel zu der hiesigen Fischer Kooperative gehört. Da Amerikaner scheinbar keine Hemmungen haben über Einkommen zu reden, erzählt er mir stolz, der Enkel mache mit den Lobstern pro Jahr ca. 100.000 $. Dann lerne ich noch John kennen. Der alte Knabe kann kaum noch richtig laufen, fährt aber munter Auto und bewegt auch sein kleines 21 Fuß Segelboot. Er erzählt mir, dass er viel in Deutschland war und dass seine Frau aus Deutschland komme. Zum Supper lädt er mich zu sich nach Hause ein. Was soll es geben? Natürlich Lobster. Der Lobster scheint hier auf dem Speisezettel so normal zu sein wie in Deutschland der Rinderbraten. Es wird dann ein schöner Abend mit John. Er erzählt mir, dass er bereits 86 Jahre alt sei. Seine Frau ist zurzeit in ihrem Haus in New Jersey. Dann haben sie noch ein Haus in Florida, in dem sie den Winter verbracht haben. John telefoniert mit "Honey", wie er seine Herta nennt. Nach einer Weile bin ich dran. Die gebürtige Schwäbin freut sich, eine Weile in ihrer Muttersprache reden zu können. Dabei spricht sie Hochdeutsch ohne amerikanischen Akzent. Mit leichter Hand bereitet John das Abendessen. Er ist schließlich Chemiker, die können wohl so was. Er hat in seinem Beruf für den amerikanischen Ableger der deutschen Arzneimittelfirma Merk gearbeitet. John ist ein Phänomen. Er spricht griechisch, türkisch, französisch, arabisch und ein bisschen, wie er meint, japanisch. Wer soviel kann und erlebt hat, ist reich an Geschichten. Es wird ein sehr unterhaltsamer Abend. Da Johns Haus nur zehn Minuten von Billings entfernt ist, laufen wir den Weg zurück. Er müsse sich noch etwas bewegen, meint er.

Zurück zum Boot. Nachdem die Santa Maria mit dem Hochdruckreiniger gesäubert wurde, will ich anfangen zu polieren. Da erscheint der Boss der hiesigen "Painting Gang" und erklärt mir, alle Unterwasserarbeiten seien Angelegenheit der Werft. Ich könne maximal den Rumpf alleine säubern. 200 $ will er für die Arbeit haben, nachdem ich geklärt habe, dass ich die Anitfouling Farbe stelle. Dann beginne ich meine Säuberungsaktion. Es ist unglaublich, was sich in siebeneinhalb Monaten für ein Schmutz am Rumpf festgesetzt hat. Den meisten Dreck habe ich mir wohl im schmutzigen und öligen Wasser des Intracoastal Waterway eingefangen. Einen ganzen Tag benötige ich. Mit dem Wetter habe ich dabei unverschämtes Glück. Die Sonne scheint die ganze Zeit und es ist mäßig warm; genau das Richtige, um solche Arbeit zu erledigen.



Untauglicher Versuch, Propagas von amerikanischen Flaschen in deutsche Flaschen zu füllen

gas 1



gas 2



Morgens, kurz vor acht Uhr ist Hochwasser, und die Santa Maria kann zurück in ihr Element. Sie ist jetzt für Europa wieder hübsch genug. Heute ist noch schönes Wetter, für die nächsten Tage dagegen ist erneut Regen und andere Unbilden des Reisenden angesagt. Also beeile ich mich, schnell weg zu kommen. Vorher erscheint aber nochmals John. Gestern Abend hatte ich erzählt, ich hätte vergebens im Food Store nach kleinen Fläschchen mit Zitronensaft für meinen Tee gesucht. Er hält eine Tüte mit besagten Fläschchen in der Hand und schenkt sie mir zum Abschied. Rechnung bezahlen, frisches Wasser bunkern und los geht's. Den Tag über habe ich auf meinem Kurs Richtung Kanada Sonnenschein. Erst am Nachmittag bezieht es sich, bleibt aber trocken. Das Gewässer hier, Gulf of Main/Bay of Fundy hat eine Wassertemperatur von 12° C. Ich kenne das ja nun schon und präpariere mich entsprechend für die Nacht. Das Gewässer hier ist ziemlich einsam. Ein Frachter und zwei Fischer sind alles was ich sehe, bis ich die Küste von Nova Scotia erreiche. Meine Begleiter sind einzig die Seevögel, die es hier reichlich gibt. Das deutet auf ein reichhaltiges Nahrungsangebot hin. Angeln lohnt sich für mich natürlich nicht, was soll ich allein mit einem großen Fisch. Das wäre doch zu schade, den größten Teil wegschmeißen zu müssen.

Die letzten Stunden vor meinem Landfall erlebe ich hier die Tidenströmung pur. Um 40° werde ich in die Bay of Fundy versetzt. Da ich bereits hoch am Wind segle, habe ich keine Chance vorzuhalten. Obwohl der Wind seit dem Morgen auf 5 Bf. aufgebrist hat, ist an Aufkreuzen nicht zu denken. Ich werde insgesamt um 8 sm versetzt und entschließe mich, die Segel zu bergen und mit der Maschine das letzte Wegstück zu fahren.



main

bye-bye USA



© Rüdiger Kreutschmann


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